Projektbesuch Uganda

Unser Vorstandsmitglied Marika Terreaux wird unsere Projekte in Uganda vom 23. September 2010 bis 24. Oktober 2010 besuchen. Wer für sein/e Patenkind/er etwas Kleines (Briefe, Fotos, Stickers oder kleines Geschenk) mitgeben möchte, kann dies bis am 22. September 2010 an folgende Adresse senden:

Swiss HOPE International, Hauptstrasse 71, CH – 4457 Diegten

Marika Terreaux wird die Übergabe der Briefe, Geschenke usw. mit Fotos festhalten. Die Fotos werden nach der Rückkehr aus Uganda durch SHI an die Paten verschickt.

Marika Terreaux wird während einer knappen Woche von einem Filmteam in unseren Projektgebieten begleitet. Anschliessend wird eine CD erstellt werden, die für einen kleinen Beitrag durch Interessierte bezogen werden kann. Weitere Informationen dazu finden Sie zu gegebener Zeit auf unserer Webseite.

Kinderarbeit in Uganda

Kinderarbeit für die Schule

Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Doch für viele Kinder bleibt Schule unerschwinglich. Wie für Juliette aus Uganda. Ihre Eltern haben kein Geld. Die 10-jährige arbeitet um ihre Schulgebühren selbst zu bezahlen.

 
Das 10-jährige Mädchen mit den langen, geflochtenen Haaren räumt die Bierflaschen zusammen. Sie packt sie in eine Plastiktüte und schleppt sie dann zurück zum Laden, um neues Bier für den Nachbarn zu kaufen. Anschließend schrubbt sie das Haus, geht einkaufen und kocht für ihn Reis mit Hühnchen. Juliette arbeitet hart, damit ihr Nachbar ihre Schulgebühren bezahlt. Denn er ist in ihren Augen ein reicher Mann.

Juliette dagegen wurde mal wieder von ihrem Schuldirektor nach Hause geschickt, weil sie die Gebühren nicht bezahlen kann. “Ich fühle mich wirklich schlecht, wenn ich von der Schule nach Hause geschickt werde”, erzählt sie. “Ich mag es nicht, so aufzuwachsen. Ich will in die Schule gehen, das ist gut für meine Zukunft. Ich will doch hart lernen, damit ich später mal Ärztin werden kann. Ich will Kranke behandeln und als Ärztin kann ich meine Träume verwirklichen.”

Vier Frauen – viele Kinder
Juliette schuftet, damit ihre Träume eines Tages vielleicht doch wahr werden. Das Geld für die Schulgebühren muss sie sich selbst verdienen. Rund 20 Euro umgerechnet kostet das Schuljahr. Rund 10 Euro muss sie für das Mittagessen in der Schule bezahlen. Dazu benötigt sie eine Schuluniform, Schuhe, Rucksack, Hefte und Stifte – und, da die Schulverwaltung kein Geld hat, muss jeder Schüler zwei Packungen Toilettenpapier und einen Besen mitbringen, um die Klassenzimmer sauber zu halten.

Alles in Allem zu viel Geld für ihre Eltern. “Sie können sich das nicht leisten”, sagt Juliette: “Meine Mutter hat kein Geld, um meine Schulgebühren zu bezahlen. Mein Vater sollte eigentlich bezahlen. Aber er hat kein Geld für die Schulgebühren für mich und all meine Geschwister. Mein Vater hat vier Frauen und viele, viele Kinder, ich kann sie gar nicht alle zählen. Ich verstehe ihn nicht. Wenn wir wegen den Schulgebühren nach Hause geschickt werden, dann wirft er uns vor, dass wir schwänzen und droht, uns zu schlagen, wenn wir nicht in die Schule gehen.” So bleibt Juliette nichts anderes übrig, als täglich für ihren Nachbarn zu arbeiten, damit dieser ihr die Schulgebühren bezahlt.

Schule der Mängel
Am nächsten Tag steht Juliette um Punkt sieben Uhr in ihrer rotkarierten Schuluniform im Klassenzimmer ihrer Grundschule und singt die Nationalhymne. Die Schule ist eine heruntergekommene Holzbaracke. Es gibt keine Fensterscheiben, keinen Fußboden, nur staubigen Sand. Die Termiten fressen die Sperrholzbretter an. Dicht gedrängt hocken die Kinder auf den wenigen Holzbänken. Der Schulleiter hat nicht einmal Geld für Tafelkreide.

Das Problem: Die Schulen erhalten kein Geld vom Staat. Die Schulgebühren sind seine einzige Finanzquelle, klagt der Schulleiter David Sematimba: “Auch wenn unsere Gebühren die niedrigsten in der Region sind, können es sich die Eltern nicht leisten.” Oft muss er deshalb Kinder wieder nach Hause schicken. Sie können erst dann zurückkommen, wenn die Eltern das Geld für die Gebühren zusammen haben. Nur jedes zehnte Kind kann alle Gebühren bezahlen – was sich auch in der Buchhaltung für die Schule bemerkbar macht.

Weltweit höchste Zahl der Fehltage von Lehrern
Schulleiter Sematimba blickt verzweifelt auf seine Buchhaltungsstatistik. Seit Monaten kann er den Lehrern kein Gehalt bezahlen. Auch er selbst hat seit Monaten nichts verdient. Er lebt von dem, was auf seinem Acker wächst. Bald, sagt er, werden viele Lehrer gar nicht mehr unterrichten, weil sie sich einen anderen Job suchen. Dann muss er Juliette und ihre Klassenkameraden wieder nach Hause schicken – dieses Mal nicht wegen ausstehenden Schulgebühren, sondern weil die Lehrer nicht erscheinen.

Uganda hat die höchste Zahl an Fehltagen von Lehrern weltweit. Unter diesen Bedingungen wird es für Juliette trotz harter Arbeit schwierig werden, ihr Ziel zu erreichen, Ärztin zu werden. Dabei haben Kinder wie Juliette laut Kinderrechtskonvention ein Recht auf Bildung.

Quelle AFRICA live Online

Anmerkung SHI

Was wir tun können:

Durch eine Kinderpatenschaft muss das Kind nicht arbeiten, um die benötigten Schulgebühren bezahlen zu können.

Mit einer Kinderpatenschaft unterstützen Sie nicht nur das Kind, sondern auch seine Familie. Mit dem Patenschaftsbeitrag kann das Kind die Schule besuchen, es erhält eine Schuluniform und weitere benötigte Schulutensilien.

Zudem erhält die Familie Nahrungsmittel, Hygieneartikel usw. und erfährt damit wertvolle Unterstützung im täglichen Kampf gegen die Armut.

Jedes Kind hat ein Anrecht auf Bildung.

06.05.2010

Kinderarbeit in Indien

Hunderttausende Kinder schuften im Indischen Bergbau

In Indien werden nach wie vor Hunderttausende Kinder beim Abbau von Erzen, Kohle, Uran, Diamanten und Natursteinen massiv als Arbeitskräfte ausgebeutet. Statt zur Schule zu gehen müssen sie mithelfen, das Einkommen ihrer Familie zu verbessern. Das belegt eine Studie des internationalen Kinderhilfswerkes terre des hommes. In vielen indischen Bundesstaaten würden Rohstoffe ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt abgebaut, heißt es darin.

“Die Situation von Kindern in Bergwerksregionen ist dramatisch. Im Umfeld wächst die Kindersterblichkeit, vor allem Kleinkinder leiden unter Mangelernährung. Viele Kinder arbeiten in Bergwerken und Steinbrüchen, statt zur Schule zu gehen, um zum kargen Einkommen ihrer Familien beizutragen”, sagte Barbara Küppers, Kinderarbeitsexpertin von terre des hommes.

Gleichzeitig verschlechterten sich die allgemeinen Lebensbedingungen in den Bergwerksregionen rapide. Trinkwasser sei häufig verseucht, da in vielen Minen unkontrolliert hochgiftige Chemikalien verwendet und Abwässer nicht geklärt würden. “Auch das trifft die Gesundheit von Kindern besonders, denn sie reagieren auf Umweltgifte viel empfindlicher als Erwachsene”, so Küppers.

Offiziellen Angaben zufolge arbeiten in Indien etwa 45.000 Kinder in Bergwerken und Steinbrüchen. Doch diese Zahlen berücksichtigen terre des hommes zufolge nicht Zehntausende illegale und nicht registrierte Betriebe. Allein im Bundesstaat Karnataka arbeiteten mehr als 200.000 Kinder unter 14 Jahren in den Erzminen.

Partnerorganisationen von terre des hommes haben die Studie mit dem Titel “India’s Childhood in the ‘Pits’” erarbeitet. Sie fordern von der indischen Regierung die konsequente Durchsetzung des Verbotes ausbeuterischer Kinderarbeit und die Respektierung grundlegender Arbeitsrechte.

In Deutschland setzt sich terre des hommes gegenüber Importeuren von Natursteinen dafür ein, ihre Zulieferer zu zertifizieren, um Steine ohne Kinderarbeit kenntlich zu machen. Kommunen und die öffentliche Hand, aber auch den einzelnen Verbraucher fordert terre des hommes auf, Natursteine mit einem seriösen Sozialsiegel zu kaufen. Die Organisation fördert zahlreiche Projekte in Indien, die Kinderarbeiter aus Erzminen befreien und Kindertagesstätten und Grundbildung für die Familien von Steinbrucharbeitern anbieten.

Quelle epo entwicklungspolitikonline

Anmerkung SHI

Was wir dagegen tun können:

Beim Kauf von Naturstein (Küchen, Badezimmer, Grabsteinen usw.) nachfragen, woher der Stein kommt und auf eine Zertifizierung achten.

Dies gilt auch für andere Konsumgüter wie Textilien, Nahrungsmittel usw.

Zu bemerken ist, dass jedes Produkt unter einem anderen “Fair Trade Label” läuft. 

Mit einer Kinderpatenschaft unterstützen Sie nicht nur das Kind, sondern auch seine Familie. Mit dem Patenschaftsbeitrag kann das Kind die Schule besuchen, es erhält eine Schuluniform und weitere benötigte Schulutensilien.

Auf diese Weise bewahren Sie das Kind vor Kinderarbeit. Zusätzlich erhält die Familie Nahrungsmittel, Hygieneartikel usw. und erfährt damit wertvolle Unterstützung im täglichen Kampf gegen die Armut. 

Jedes Kind hat ein Anrecht auf Bildung.

06.05.2010

 

News aus unserem Projektgebiet in Indien

Im Alter von 6 Jahren kommen nur 930 Mädchen auf 1000 Jungen

Der südindische Bundesstaat Tamil Nadu gehört zu Indiens Aufsteigern: früher Reiskammer, heute industrialisiert, Wirtschaftswachstum bis zu 12 Prozent, Alphabetisierung 73 Prozent (Indien insgesamt: 52 Prozent). 66 Millionen Einwohner, davon 88 Prozent Hindus. Aber im Vergleich zum kleineren, ländlicheren Nachbarstaat Kerala gibt es deutliche Unterschiede: Die Säuglingssterblichkeit von Mädchen beträgt 54 auf 1000 Lebendgeburten (Kerala: 15,3). Im Alter von 6 Jahren kommen nur 930 Mädchen auf 1000 Jungen, bei Erwachsenen sind es 987 Frauen pro 1000 Männer (Kerala: 1058 : 1000). Ein Grund ist sie anhaltende Benachteiligung von Mädchen. In einigen ländlichen Distrikten wie Salem werden laut lokaler Wohlfahrtsbehörde mehr als die Hälfte der neugeborenen Mädchen innerhalb von drei Tagen getötet, häufig mit dem giftigen Saft des Oleander.

Die Regierung von Tamil Nadu will in einem Fünfjahresplan die medizinische Versorgung von Müttern und Babys verbessern und endlich alle Schwangerschaften erfassen. Sie richtet für jedes neugeborene Mädchen ein Konto mit 15.000 bis 20.000 Rupien ein. Ein spezielles Community-Programm soll Frauen und Mädchen aufklären und in einfachen Berufen schulen.

Was wird in Kerala anders gemacht? Bevölkerungsforscher nennen drei Unterschiede: Die Alphabetisierungsrate von 90 Prozent allgemein und von 87 Prozent bei den Frauen ist in Indien Rekord. Ein Grund ist das Schulwesen mit zahlreichen christlichen Missionsschulen, in denen auch Berufsbildungskurse für Mädchen angeboten werden. Zwischen 20 und 30 Prozent der Bevölkerung sind Christen. Sie lehnen Abtreibungen aus ethischen Gründen ab.

Quelle Hamburger Abendblatt/20.04.2010

Wir begrüssen ganz herzlich alle CIN Uganda-Paten von HOPE e.V.

Herzlich willkommen bei Swiss HOPE International.

Am 1. April 2010 haben wir von HOPE e.V. das Patenschaftsprojekt CIN in Uganda übernommen und am letzten Freitag sind nun alle Unterlagen der Patenkinder und der Paten bei uns eingetroffen.

Wir sind dabei, uns in das neu von uns übernommene Projekt einzuarbeiten. Wir bemühen uns sehr, das gesamte Projekt im Sinne von HOPE e.V. weiter zu führen. Sollten Sie Fragen zu Ihrem Patenkind oder zu Ihrer Patenschaft im Allgemeinen haben, wenden Sie sich einfach an uns, wir sind jederzeit gerne für Sie da.

12.04.2010

Indien will kostenlose Volksschule für alle einführen

Premier Singh: Alle Buben und Mädchen sollen zur Schule gehen

Neu-Delhi – Die unter schlechten Umfragewerten leidende indische Regierung versucht mit einem Versprechen aus den Gründertagen der Republik bei ihren armen Wählern zu punkten: Kostenlose Grundschulbildung für alle. Ministerpräsident Manmohan Singh sagte am Donnerstag in einer Fernsehansprache zu, das 1950 versprochene, aber erst 2009 verabschiedete Bildungsgesetz konsequent umzusetzen. Die hohen Kosten von 1,7 Billionen Rupien (28 Milliarden Euro) in den kommenden fünf Jahren würden daran nichts ändern, versicherte der Regierungschef. Der Löwenanteil der Bildungsausgaben entfällt auf die Bundesstaaten, den Rest teilen sich die Zentralregierung und die Privatwirtschaft.

“Was ich bin, verdanke ich der Bildung”

Der aus einer armen Familie zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften aufgestiegene Singh weiss aus leidvoller Erfahrung um den Wert qualifizierter Abschlüsse. “Was ich bin, verdanke ich der Bildung”, erinnert sich der Ministerpräsident an kilometerlange Schulwege und Lernen beim schlechten Licht von Öllampen. Alle Buben und Mädchen sollen zur Schule gehen. “Ich will, dass jeder Inder seinen Traum von einem besseren Leben wahr macht”, gibt Singh die Parole aus.

Jetzt sollen alle Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren die Volksschule besuchen. Auf 30 Schüler soll es einen ausgebildeten Lehrer geben. Derzeit bleiben die Bildungseinrichtungen für acht Millionen Inder dieser Altersgruppe verschlossen. Dabei gibt das Land acht Prozent seines Budgets für Unterricht und Schulbau aus. Die Alphabetisierungsrate des 1,2-Milliarden-Volks ist zwar auf 64 Prozent gestiegen. Dennoch zeigen Studien, dass viele Schüler des Lesens und Schreibens kaum mächtig sind. Hinzu kommt, dass die meisten staatlichen Schulen schlecht ausgestattet sind und es den Lehrern an der notwendigen Qualifikation mangelt.

Schlechte Bildung Grund für langsames Wachstum

Für die Investmentbank Goldman Sachs ist die schlechte Qualität des indischen Bildungswesens einer von zehn Gründen, die ein schnelles Wachstum verhindern, das wiederum 300 Millionen Menschen den Weg aus der Armut ebnen könnte. Mit dem Versprechen, das Los der Armen zu lindern und Familien auf dem Land 100 Tage Arbeit im Jahr zu garantieren, war die Kongresspartei im vorigen Jahr wieder an die Regierung gekommen.

Allerdings ist der Kongress auf die Unterstützung von Koalitionspartnern angewiesen. Und zwei der kleinen Parteien ließen unlängst bei der Abstimmung über eine Frauenquote im Parlament ihre Muskeln spielen. “Erstmals ist dem Kongress bewusst, dass er nur über 206 von 543 Mandaten verfügt”, beschreibt Kommentator Kuldip Nayar die schmerzhaften Erfahrungen der indischen Traditionspartei. Da die Regierung derzeit nicht hoch im Kurs stehe, wolle sie nun mit der Schulpolitik den Befreiungsschlag versuchen.

Bei UNO-Organisationen wie dem Kinderhilfswerk Unicef, der Kulturorganisation Unesco und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) jedenfalls stiess Singhs Garantie für eine freie Grundschulausbildung bereits auf Zustimmung. Das Programm trage dazu bei, das weltweite Ziel zu erreichen, allen Kindern das nötige schulische Rüstzeug zu vermitteln, hiess es. (APA/Reuters)

Quelle derStandard.at/01.04.2010

Projektbesuch in Indien (letzter Teil)

Seit einer Woche bin ich nun schon aus Indien zurück, aber in Gedanken bin ich immer noch dort. Ich vermisse die Jungs und Mädchen sehr, denn wir hatten wirklich eine wunderschöne Zeit zusammen. Im Gepäck hatte ich jede Menge Patenpost sowie die Jahresberichte und aktuelle Bilder der Kinder. Viele unserer Paten dürfen sich also bald auf Post freuen! Wir bitten allerdings um Verständnis, da das Verfassen der über 200 Jahresberichte noch eine Weile dauern kann. 

Im Namen von SHI wünsche ich allen unseren Lesern und Paten frohe Ostern und schöne, sonnige Osterfeiertage!

Daniela Lange

30.03.2010

 

Projektbesuch in Indien (Teil 11)

Dank einer weiteren grosszügigen Spende konnten wir mit den Kindern aus dem Heim am Sonntag, 14. März, einen dritten Ausflug unternehmen. Dieses Mal ging die Fahrt in das 170 km entfernte Kerala. Nach einer 5-stündigen Busfahrt kamen wir gegen 9:00 Uhr in Trivandrum an, wo wir zuerst im Bus frühstückten und anschliessend den Zoo besuchten.

Den Rest des Tages verbrachten wir am Kovalam Beach und hatten jede Menge Spass beim Baden! Einige der Kinder haben das erste Mal in ihrem Leben das Meer gesehen. Sie waren anfangs etwas ängstlich vor den Wellen und sehr überrascht, dass das Wasser so salzig schmeckt. Aber die Angst legte sich schnell und sie konnten nicht genug bekommen! Die Betreuer und ich hatten alle Hände voll zu tun, um auf die Kids aufzupassen und es war sehr schön, sie so ausgelassen und fröhlich zu sehen.

      

Ich hängte einen weiteren Strandtag dran und bin heute Morgen aus Kerala zurückgekehrt. Auf der Rückfahrt begegnete ich einem Elefanten, mitten auf der Strasse!

    

Morgen, Mittwoch 17. März, ist mein letzter Tag im Kinderheim und ich bin doch ein bisschen traurig, die Kinder zu verlassen. Ich habe viel erlebt, viel gelacht und die Zeit mit den Kindern sehr genossen. Ich nehme viele schöne Erinnerungen  und viele neue Freunde mit nach Hause in die kalte Schweiz.

Projektbesuch in Indien (Teil 10)

Folgende Fotos sind bei einem gemütlichen Spaziergang durch Pothakalanvilai entstanden.  Es ist ein ruhiger Ort, in dem ca. 2000 Einwohner leben. Mir begegneten unterwegs allerdings mehr Esel und Ziegen als Menschen. Auf dem letzten Bild sieht man einen Frisör in seinem Salon.

Leider wird es vorerst keine Projektberichte mehr geben. Am Sonntag ist nochmals ein Ausflug zum Kovalam Beach geplant. Danach wird Daniela Lange bis Dienstag in Kerala bleiben. Am Mittwoch gibt es aus Indien den letzten Bericht, denn bereits am Donnerstag wird Daniela Lange die Heimreise antreten.    

Naturkatastrophe in Uganda

Heute erhielten wir wieder eine E-Mail von Sam Namanda (Sekretär von NCOL). Das Wetter hat sich wieder beruhigt, aber es gibt keine Worte für diese Tragödie. Noch immer werden zahlreiche Menschen vermisst, man vermutet, dass noch viele Opfer unter den Schlammmassen begraben sind, aber sie können kaum ausgegraben werden, damit auch sie menschenwürdig bestattet werden können, da es an vielen benötigten Arbeitswerkzeugen fehlt.

Viele Kinder haben ihre Eltern und ihre Verwandten verloren, viele Familien ihre Häuser und ihr ganzes Hab und Gut, inklusive ihrer gesamten Lebensmittelvorräte. Sam Namanda wird versuchen, wenigstens ein oder zwei Kinder in seiner Familie aufzunehmen. Aber leider gibt es sehr viele Kinder, für die noch nach Lösungen gesucht werden muss.

Ein paar Fotos geben einige Eindrücke über das Ausmass dieser Schlammlawine

           12.03.2010     

Projektbesuch in Indien (Teil 9)

Heute gibt es für alle Interessierten anstatt ein paar Zeilen eine PDF-Datei zum Anschauen und Herunterladen

PDF-Datei, Indien 2010 D Lange  

 

Projektbesuch in Indien (Teil 8)

                                           

Auf den folgenden Bildern möchte ich einen Eindruck des Alltags im Kinderheim vermitteln. Auf dem ersten Foto machen sich die Mädchen für die Schule fertig, auf dem letzten sieht man eine kleine Gruppe beim Abendessen. Sobald die Kids aus der Schule kommen, möchten sie entweder spielen oder Fotos machen!

     

Projektbesuch in Indien (Teil 7)

Heute Morgen, 9. März, habe ich mit Rex und Kumar den ca. 400 Jahre alten Hindu Tempel des Lord Murugan in Tiruchendur, nahe meinem Hotel, besichtigt.

Dem Mythos zufolge soll Murugan an dieser Stelle den Dämon Surapadman besiegt haben. Der direkt am Meer gelegene Murugan-Tempel von Tiruchendur ist ein bedeutender Pilgerort und zieht vor allem während des Skanda-Sasti-Festes im tamilischen Monat Aippasi (Oktober-November) zahlreiche Gläubige an.

     

Projektbesuch in Indien (Teil 6)

Gestern sind wir in aller Frühe ca. 160 km in Richtung Berge gefahren. Die Waldgebiete in den Bergen des Distrikts Tirunelveli bieten einen Rückzugsraum für wilde Tiere wie Tiger und Elefanten. Der am Fuss der Whestghats gelegene Ort Courtallam ist bekannt für seine vielen Wasserfälle, die bei den Indern sehr beliebt sind. 

Wilde Tiger sind uns glücklicherweise nicht begegnet, dafür jede Menge Affen, die in dieser Gegend zahlreich frei herumlaufen. 

An einem grossen Staudamm gab es Picknick und die Abkühlung in den Wasserfällen hat uns allen gut getan!

     

Projektbesuch in Indien (Teil 5)

Samstag, 6. März, es ist jetzt 21:30 Uhr und wir sind gerade von einer kirchlichen Veranstaltung hier in Pothakalanvilai heimgekehrt. Das Fest heisst auf Tamil „Asanam“, was übersetzt „Massenfütterung“ bedeutet. Und genau das war es auch. Nach dem katholischen Gottesdienst segnete der Heilige Vater das Essen und es gab für alle (schätzungsweise 1000 Personen) Reis und Gemüse auf Bananenblättern. Die Leute kamen sogar aus den umliegenden Dörfern, meist zu Fuss, und brachten Behälter mit, um sich Essen mit nach Hause zu nehmen. Ich selbst habe nur wenig gegessen, denn mir war es zu scharf! Im Kinderheim kochen sie für mich immer extra nicht so scharf. Anfangs war es mir unangenehm, dass sie meinetwegen Umstände haben, aber ehrlich gesagt bin ich sehr froh darüber.

Jetzt müssen wir ins Bett, denn morgen früh um 3:30 Uhr fahren wir nach Courtallam.

Projektbesuch in Indien (Teil 4)

Heute Donnerstagmorgen fuhr ich mit  Rex und Margret, unserem Fahrer Kumar und meinem Patenkind Safil nach Tirunelveli zum Shoppen. Die Stadt, in der 500 000 Menschen leben, ist 60 km entfernt. Dank ein paar grosszügigen Spenden von Paten sowie meiner Familie und Freunden, konnten wir heute Kleidung, Spielsachen, einen Fernseher und diverse Küchenutensilien für das Kinderheim kaufen. Details hierzu folgen in den jeweiligen Dankesbriefen, wenn ich aus Indien zurück bin.

                                           

Nach sage und schreibe 10 Stunden Einkaufen sind wir müde aber glücklich zurück ins Heim gefahren, wo wir bereits sehnsüchtig von den anderen Kindern erwartet wurden. Besonders für Safil muss der Tag sehr anstrengend gewesen sein, da sie die Grossstadt und den Verkehr, der dort herrscht, nicht gewohnt ist.

Nachdem wir alle Spenden an Kinder und Mitarbeiter übergeben haben freue ich mich jetzt auf mein Bett!

Projektbesuch in Indien (Teil 3)

Gestern, Mittwoch den 3. März, war ich mit Margret in der St. Mary’s Higher Secondary School, hier in Ponthakalanvilai. Die moderne Schule ist nur 5 Gehminuten vom Kinderheim entfernt und die meisten unserer Jungs und Mädchen besuchen diese Schule. Dort werden ca. 400 Schüler und Schülerinnen im Alter von 11 bis 17 Jahren von 17 Lehrern unterrichtet. Der Unterricht beginnt um 9:30 Uhr mit einem gemeinsamen Gebet (s. Foto) und endet um 16:30 Uhr. In der Mittagspause erhalten die Kinder eine warme Mahlzeit. Ich hatte das Gefühl, dass alle Kinder sehr motiviert und interessiert am Unterricht teilnehmen.

Anschliessend lernte ich den Schuldirektor kennen, der gleichzeitig der Priester der katholischen Kirche im Dorf ist. Er lud mich in sein Haus ein, und bot mir Tee und Obst an, und hat sich sehr weltoffen mit mir unterhalten.

Naturkatastrophe in Uganda, langsame Wetterberuhigung

Sam Namanda (Sekretär von NCOL) hat uns eine neue E-Mail geschickt. Es hat keine neuen Schlammlawinen mehr gegeben, es regnet immer noch, aber nicht mehr im selben Ausmass wie dies in den vergangenen Tagen der Fall war. Evakuierte Familien werden wieder zurück in ihre Häuser gebracht. Leider werden noch immer sehr viele Menschen vermisst.

04.03.2010

Naturkatastrophe in Uganda

Soeben hat sich unser Projektpartner von Needy Child Outreach LTD (NCOL) bei uns gemeldet. Die Erdrutsche sind ca. 15 km entfernt von unserem Projektgebiet Busano aufgetreten. Seit vier Tagen und Nächten sind auch in Busano die Regenfälle sehr stark.

Alle unsere Kinder und ihre Familien sind zurzeit noch sicher. Es ist sehr kalt und der Boden ist sehr rutschig. Viele Menschen können ihre Häuser nicht mehr verlassen und haben keinen Zugang zu Nahrung.

Das Rote Kreuz und andere Behörden bahnen sich Wege, um zu den Menschen zu gelangen, welche schwerwiegende Probleme haben. Es werden Medikamente, Nahrung und Kleidung verteilt.

Unser Projektpartner wird uns über die Situation vor Ort auf dem Laufenden halten.

03.03.2010

Naturkatastrophe in Uganda

Mindestens 300 Tote bei Erdrutschen in Uganda

Mindestens 300 Menschen sind nach Behördenangaben bei Schlammlawinen in Uganda ums Leben gekommen. Starker Regen löste die Erdrutsche in der Region des Mount Elgon zu Beginn der Woche aus.

Die Geröllmassen begruben zahlreiche Häuser in drei Dörfern des Bezirks Bududa unter sich, wie ein Verwaltungssprecher sagte. Viele weitere Menschen würden vermisst, sagte Katastrophenschutzminister Musa Ecweru während eines Besuchs am Unglücksort etwa 300 Kilometer östlich der Hauptstadt Kampala.

Laut Regierung wurden etwa 10’000 Menschen obdachlos. “Alle Häuser sind zerstört”, sagte der Bezirksdirektor Wilson Watira in einem Telefongespräch aus der Katastrophenregion: “Die Lage ist schrecklich. Wir versuchen, die Leute zu retten, aber wir haben keine Geräte, um Verschüttete zu bergen.”

Auch das Vieh und die Erntevorräte der Dorfbewohner seien unter dem Geröll begraben. Die ganze Gegend sei von Schlamm überzogen, hiess es. Die Niederschläge dauerten weiter an.

Quelle sda/02.03.2010 

Leider haben wir noch keinen Kontakt zu den Leuten von unserem Projektgebiet, welches ganz in der Nähe von Bududa im Mount Elgon Gebirge liegt. Sobald wir etwas erfahren, werden wir Sie weiter informieren